Eine Auswahl meiner veröffentlichten Artikel

Imposter-Phänomen und Gen Z: Warum viele junge Menschen denken, dass sie nichts können

Frederick, Paula und Valentina gelten als kompetent, engagiert und erfolgreich. Dennoch warten sie jeden Tag darauf, aufzufliegen. Warum trifft das so viele junge Menschen – gerade in Studium und Berufsstart?Sie hätte einen besseren Partner verdient als ihn. Je mehr Frederick diese Frau liebte, desto lauter wurden die Stimmen seiner Unsicherheit. Warum hatte sich eine Frau wie sie für jemanden wie ihn entschieden? Diese Frage ging ihm lange nicht aus dem Kopf. „Ich hatte das Gefühl, sie war völl...

Eizellen einfrieren lassen: Social Freezing - selbstbestimmte Vorsorge oder gesellschaftlicher Druck?

Selina erinnert sich noch deutlich an den Geruch des Desinfektionsmittels. Sie stand nackt im Untersuchungszimmer. Die Hände in die Hüften gestemmt, der Blick auf die weißen Wände mit den Babybildern, Zeichnungen von Kleinkindern und unterschriebenen Karten. Sieht fast aus wie gedrucktes Glück, dachte sie in dem Moment. Der Raum war lichtdurchflutet, wirkte harmlos und schön. Die Frauenärztin tastete routiniert ihre Brust ab und fragte beiläufig: „Wie steht es eigentlich um Ihre Kinderplanung?“...

Single, weiblich, Ende 20 und rechtfertigungsbedürftig: Warum hast du keinen Freund?

Die Frage fällt beiläufig, zwischen einem Bissen Bruschetta und einem Schluck Aperol. „Und? Hast du endlich jemanden kennengelernt?“ Es ist Freitagabend. Maria, 28, promoviert in Literaturwissenschaften, sitzt mit drei Freundinnen in einem italienischen Restaurant, das sie seit Jahren kennen. Die Kerzen flackern, jemand lacht am Nebentisch, aber in ihr wird es still. Maria lächelt kurz. So wie man lächelt, wenn man etwas abwehrt, ohne es zu zeigen.

Die Frage fällt beiläufig, zwischen einem Biss...

Gen Z und die Einsamkeit: Mein bester Freund? Chat-GPT

Emilia, 25, Masterstudentin der Literaturwissenschaft in München, sitzt in der Küche ihrer Wohngemeinschaft. Auf ihrem Schoß liegt das Handy mit der grell-neonpinken Hülle, neben ihr eine halbvolle Mate-Flasche. Die Stirn ist angespannt, der Blick leer. Im Wohnzimmer wird gefeiert, Musik dröhnt, Gläser klirren. Emilia aber bleibt in ihrem Raum. Nicht nur körperlich, auch innerlich. Alles an ihr schreit nach Studentinnen-Alltag in München, nur sie selbst wirkt, als wäre sie längst woanders. „Ich...